HUNDEHERZ

Mikhail Bulgakov

Bewegungs-  nonverbales Theater, das für breites Publikum gedacht ist, da die Emotionen durch Bewegungen, Gestikulation und Tanz ausgedruckt werden.

„Hundeherz“ ist eine zynische Satire auf den von der Sowjetunion propagierten „neuen sowjetischen Menschen“ und handelt von einem durch ein Experiment entstandenen grobschlächtig-ruchlosen „Hundemenschen“, der sich zum Alptraum für seinen Schöpfer entwickelt.

Die Geschichte spielt im Winter 1924 in Moskau, vorwiegend in der Wohnung des erfolgreichen und wohlhabenden Chirurgen Professor Preobrashenski, der sich auf verjüngende Operationen spezialisiert hat. In einem Experiment implantiert er zusammen mit seinem Assistenten Doktor Bormental dem streunenden Hund Scharik die Hirnanhangdrüse des kürzlich verstorbenen Alkoholikers und Kleinkriminellen Klim Tschugunkin. Wider Erwarten überlebt der Hund den Eingriff, gesundet allmählich und bekommt in den nächsten Tagen mehr und mehr menschliche Züge. Nachdem seine Umwandlung in einen Menschen abgeschlossen ist, stellt sich heraus, dass er die negativen Eigenschaften des Spenders ererbte: schlechte Manieren, Aggressivität, vulgäre Ausdrucksweise und einen starken Hang zum Alkohol. Mit seinem Verhalten macht er das Leben in der Wohnung des Professors vollends zu einem Albtraum, was diesen und seinen Assistenten dazu veranlasst, die Verwandlung rückgängig zu machen. Scharikov  wird erneut operiert und verwandelt sich zurück zu einem Hund.

Regie: Olga Borissov

Choreographie: Anastasia Zorina

Die Premiere fand am 10. November 2016 statt.